Flat Lay – kreative Verbindung von Produkt- und Lifestyle-Fotografie
So entstehen attraktive Flat-Lay-Fotos: Hintergrund, Farben, Komposition, Requisiten, Licht und Bildbearbeitung sinnvoll einsetzen.

So erstellst du kreative Flat-Lay-Fotografien.
Flat Lay soll vor allem gut aussehen und rund um ein Produkt eine Stimmung erzeugen. Besonders gut eignet sich der Stil für Food, Kosmetik, Bücher und Social-Media-Content.
Was ist Flat Lay?
Der Begriff verbindet „flat“ und „lay“. Gegenstände werden auf einer flachen Fläche arrangiert und direkt von oben fotografiert. Im Unterschied zu einem rein technischen Produktfoto spielen Styling und Kreativität eine zentrale Rolle.
Hintergrund und Fläche wählen
Beginne mit einem einfachen Hintergrund. Weiß, Schwarz, Papier, Tapete, Tisch oder Boden können funktionieren. Fotografiere möglichst senkrecht von oben.
Requisiten einsetzen
Ergänze das Hauptmotiv mit passenden Gegenständen, aber überlade den Bildausschnitt nicht. Starte mit wenigen Elementen und passe die Anordnung schrittweise an.
Den Farbkreis nutzen
Farben sollten miteinander harmonieren. Helle Elemente funktionieren gut auf dunklem Grund und umgekehrt.

Nützliche Farbschemata:
- MONOCHROMATISCH – Nuancen einer Farbfamilie
- KOMPLEMENTÄR – gegenüberliegende Farben
- HARMONISCH – benachbarte Farben
- TRIADE – drei gleichmäßig verteilte Farben
- TETRADE – zwei Komplementärpaare
- ACHROMATISCH – Schwarz, Weiß und Grau
Ein Hauptthema wählen
Bestimme ein dominantes Objekt und baue passende Assoziationen darum auf.

Atmosphäre schaffen
Farben, Requisiten und Texturen helfen, die gewünschte Stimmung zu vermitteln.
Komposition nicht vergessen
Die Drittelregel funktioniert sehr gut. Entscheide außerdem, ob die Szene offen über den Bildrand hinausgehen oder als geschlossene Komposition wirken soll.

*Foto: Filip Kowalkowski, Quadralite-Markenbotschafter*

*Foto: Filip Kowalkowski, Quadralite-Markenbotschafter*

*Foto: Filip Kowalkowski, Quadralite-Markenbotschafter*

*Foto: Filip Kowalkowski, Quadralite-Markenbotschafter*
Auf gutes Licht achten
Tageslicht am Fenster ist ein guter Ausgangspunkt. Mit einer Reflektorfläche lässt sich Licht zurückwerfen und Schatten aufhellen. Der Quadralite 5-in-1 Reflektor bietet Gold, Silber, Weiß, Schwarz und Diffusor.
Ein Stativ und eine Reflektorhalterung erleichtern die Positionierung.
Künstliches Licht ergänzen
Das Quadralite Thea 120 LED-Panel kann Tageslicht ergänzen oder bei wenig natürlichem Licht zur Hauptquelle werden. Helligkeit und Farbtemperatur sind einstellbar.
Ohne gutes Licht vs. mit gutem Licht

*Foto: Filip Kowalkowski, Quadralite-Markenbotschafter*
Manuelle Smartphone-Einstellungen nutzen
Im Pro-Modus lassen sich Verschlusszeit, ISO, Belichtungskorrektur, Fokus und Weißabgleich beeinflussen. Teste verschiedene Einstellungen.

- Blende beeinflusst Helligkeit und Schärfentiefe.
- Verschlusszeit bestimmt die Belichtungsdauer; lange Zeiten können ein Stativ erfordern.
- ISO beeinflusst die Sensorempfindlichkeit; niedrige Werte wie 200–400 liefern meist sauberere Produktbilder.
Ebenen und Texturen einsetzen
Schneidebrett, Stoff, Buch, Tasse oder Pullover können dem Bild Tiefe und Atmosphäre geben.



Kostenlose Apps und Programme nutzen
Dezente Nachbearbeitung verbessert Schärfe, Beschnitt und Farben. Filter nur zurückhaltend einsetzen.
Kreativ spielen
Flat Lay ist visuelles Experimentieren. Nimm dir Zeit, probiere unterschiedliche Kombinationen und entwickle deinen eigenen Stil.
Workshop für kreative Produktfotografie
Datum: 21. April 2022
Uhrzeit: 10:00–18:00
Studio Lit House, Sikorki 21c/4, Kraków
Preis: 399 PLN/Person
Im Workshop geht es unter anderem um Produktlicht, Reflexionen, Lichtformer, Social-Media-Bilder und Flat-Lay-Komposition.

